Ordnerübersicht

Um den Überblick zu behalten, welche Daten überhaupt mit Lightroom zu tun haben, verwende ich vier Ordner, deren Namen immer mit „Lightroom“ beginnt

  • Lightroom Katalog
  • Lightroom Originale
  • Lightroom Import
  • Lightroom Export

Lightroom Katalog

Diesen Ordner gebe ich bei der Installation von Lightroom an. Die Inhalte werden von Lightroom selbst angelegt.

  • Lightroom 5 Catalog.lrcat
    Dies ist der eigentliche Katalog. Er ist vergleichsweise klein, da er keinerlei Bilder enthält, sondern nur Informationen über die Bilder. Bei mir sind es ca. 200 MB pro 10.000 Bilder. Dazu gehören noch die Dateien Lightroom 5 Catalog.lrcat-journal und Lightroom 5 Catalog.lrcat.lock
  • Lightroom 5 Catalog Previews.lrdata und Lightroom 5 Catalog Smart Previews.lrdata
    Hier legt Lightroom die Vorschaubilder ab. Diese beiden Ordner können bei der Datensicherung ausgenommen werden, da die Daten jederzeit neu erstellt werden können (aus Originalen und Katalog)
  • Backups
    Wenn die Backup-Funktion innerhalb von Lightroom aktiv ist (Katalogeinstellungen -> Allgemein -> Sicherung), legt Lightroom hier Kopien der Katalogdaei (.lrcat) an. Ich habe das deaktiviert, da die Katalog-Datei über die normale Datensicherung (bei mir Timemachine) sowieso gesichert wird.
  • Lightroom-Einstellungen

Lightroom Originale

Siehe Beitrag. Dieser Ordner kann auch auf einem anderen Laufwerk oder im Netzwerk liegen. Er muss unbedingt gesichert werden, da es die Originale nur einmal gibt, nämlich hier in diesem Ordner.

Lightroom Import

Dieser Ordner ist nicht zwingend erforderlich. Ich finde es aber sehr praktisch, ein Sammelstelle für gefundene Fotos zu haben. Sobald ich irgendwo ein Foto entdecke, das evtl. noch nicht in Lightroom ist, schiebe ich es zunächst in diesen Ordner. Erst wenn ich Lust und Zeit habe, werden die Bilder dann importiert.

Bilder, die nach einem Import (ich verschiebe immer) übrig bleiben, waren schon im Katalog und können einfach gelöscht werden. Der Ordner ist also in der Regel leer.

Lightroom Export

Das ist der Ordner, den ich im Lightroom -Veröffentlichungsmanager als „Speicherort für Export“ angebe. Hier landen jpeg-Versionen der Bilder, die mit mobilen Geräten synchronisiert werden sollen.

 

Videos Umbenennen

Mit vielen Fotoapparaten werden sowohl Fotos als auch Videos erstellt, oft bunt gemischt. Idealerweise werden die nach Aufnahmedatum sortiert angezeigt. Es gibt aber Fälle, in denen die Videodateien kein „Aufnahmedatum“ enthalten und deshalb das Speicherdatum odes das Änderungsdatum benutzt. Dann befinden sich solche Dateien plötzlich in anderne (datumsbezogenen) Ordnern als die dazugehörigen Bilder.

Man kann da relativ leicht Ordnung reinbringen, wenn man die Ansicht auf „nach Dateiname“ ändert.  Dann erscheinen die Dateien in der Reihenfolge Ihrer Entstehung, z. B. CIMG4711.JPG gefolgt von CIMG4712.AVI.

Es gibt aber Kameras, die für Fotos und Videos einen anderen Prefix verwenden. Ich hatte mal eine Canon Powershot, bei der die Fotos mit IMG_ begannen und die Videos mit MVI_. Um auch diese Dateien in die richtige Reihenfolge zu bringen, ist ein Umbenennen hilfreich. Ich habe nun alle MVI_ Dateien einfach in IMG_ umbenannt.

Das geht bequem in Lightroom. Außerhalb sollte man auch grundsätzlich nichts an den Daten ändern!

Ich habe im Bibliotheksmodul in der Rasteransicht auf „Text“ geklickt und „Dateiname beginnt mit MVI_“ ausgewählt. Dann habe ich alle Dateien ausgewählt (strg+A) . Im Menü „Bibliothek“ gibt es die Auswahl „Fotos umbenennen…“. Bei „Benutzerdefiniert kann man dann die gewünschte Änderung eingeben. Bei mir war das {Benutzerdefinierter Text}_{Dateinamensuffix»}. Beim Benutzerdefinierten Text habe ich natürlich IMG eingegeben.

Wenn ich nun ein Video IMG_4711.AVI an (vermutlich) falscher Stelle endecke, kann ich leicht nachschauen, wenn IMG_4710.JPG oder IMG_4712.JPG aufgenommen wurden. Bei der Sortierung nach Dateiname stehen die jetzt direkt daneben.

Der Ordner „Lightroom Originale“

Es gibt bei mir nur einen Ort, an dem sich alle Bilder befinden. Dieser Ordner heißt „Lightroom Originale“. Neben allen Bildern enthält er auch Videos, sofern diese parallel zu den Bildern mit den gleichen Kameras erstellt wurden.

Datumsstruktur

Es gibt in Lightroom unzählige Möglichkeiten, Bilder zu finden und zu gruppieren. Namentlich sind das inbesondere Ort, Zeit, Sammlungen, Stichworte, Metadaten (z. B. Kameramodell).

Alle Versuche, die Bilder auf der Festplatte sinnvoll in Ordner zu strukturieren, habe ich irgenwann widerrufen und bin zu einer einzigen Struktur zurückgekert. Die Ablage nach Datum.

Das ist auch besonders bequem, weil Lightroom diese Ordner beim Importieren selbst anlegen kann. Ich nutze die dreistufige Variante Jahr-Monat-Tag. So liegen alle Bilder von heute z. B. im Ordner 2014\2014-02\2014-02-11.

Dadurch ist nur eine einzige Eigenschaft eines Bildes mit seinem Ablageort verknüpft. Das Datum der Erstellung. Dieses ist aus jedweder Betrachtungsweise immer das selbe und wird sich daher auch nie mehr ändern. Ist die Datei einmal im richtigen Ordner, bleibt sie da.

Ein Verschieben von Dateien (bitte immer über Lightroom!) bietet sich an, um offensichtliche Ablagefehler zu korrigieren. Bei Fotos aus Digitalkameras ist das zwar selten, kommt aber vor. Z. B. wenn die Stützbatterie mal leer war und das Datum in der Kamera auf einen Anfangswert zurückgesetzt wurde. Oder wenn bei Fernreisen die kamerainterne Uhr nicht auf neue Zeitzonen eingestellt wurde. Schlimmer sind die Fälle, bei denen die Bilder irgendwann mithilfe einer Software von der Kamera auf die Festplatte gelangt sind und dabei oder die Freunde für einen exportiert haben. Da kann dann das ursprüngliche Aufnahmedatum ganz verloren sein und nur noch ein Speicher- oder Änderungsdatum vorliegen.

In diesen seltenen Fällen und bei allen selbst digitalisieren Bildern (Scans von Abzügen, Negativen und Dias) muss die Zuordnung manuell nach bestem Wissen und Gewissen erfolgen. Dabei nutze ich dann auch die Ordner auf Jahres- oder Monats-Ebene, wenn ich es nicht ganz genau weiß.

 

Importieren vom iPhone

Verschieben nicht möglich, daher muss manuell gelöscht werden

Anders als beim Import von einem „normalen“ Laufwerk, bei dem ich jedes Bild in den Ordner „Lightroom Originale“ verschiebe (Highlander-Prinzip!), ist es Lightroom nicht möglich, Bilder auf dem iPhone direkt zu löschen.

Also bleibt nur die Option kopieren, bei der die Bilder auf dem iPhone bleiben. Da die Bilder im Ordner „Lightroom Originale“ meinen heiligen Originale sind, von denen es keine Kopien geben darf, müssen die „Originale“ auf dem iPhone direkt nach dem Import manuell gelöscht werden. Später würde das evtl. vergessen.

Durch die Standardeinstellung „Sammlung „Aktueller/Vorheriger Import“ beim Importieren auswählen“ erscheinen nach dem Import alle gerade importieren Bilder in der Bibliotheks-Ansicht. Diesen Moment nutze ich, um genau die Bilder mit einem Stern zu markieren, die ich eigentlich gerne auf dem iPhone behalten hätte.

Diese werden nämlich in einem anderen Schritt wieder automatisch zum iPhone zurückübertragen, aber als erkennbare „Export-Kopie“. Durch dieses Verfahren bleibt es bei dem einen Original.

 

Platz schaffen

Der einfachste Weg wäre das Kaufen von neuen Festplatten. Externe USB3-Laufwerke mit 3 TB gibt es bereits für 93 Euro. Aber vielleicht hat die Inventur aus Schritt 1 ja auch ergeben, dass noch Platz ist oder leicht geschaffen werden kann, z. B. durch Löschen von Zweit- oder Drittkopien. Damit auch dann nichts verloren geht, wenn ausgerechnet während der Aufräumaktion (Dateien verschieben) eine Platte ausfällt, wird insgesamt der dreifache Platz des späteren Bestandes benötigt. Wer also (ohne Berücksichtigung seiner jetzigen Sicherungskopien) 1 TB Daten hat, braucht noch 2 TB leere Plattenkapazität.

Es reicht, wenn zu jeder Zeit von jeder Datei zwei Versionen auf zwei Geräten (Laufwerken) vorhanden sind. Die einzige sinnvolle weitere Kopie wäre in einem anderen Haus, um sich vor einem Blitzeinschlag zu schützen, der evt. alle Festplatten gleichzeitig zerstört.

Iventur – Alle Bilder und Videos erfassen

Los geht es mit einer umfassenden Bestandsaufnahme mithilfe einer Excel-Tabelle an und führe dort jeden Datenträger auf, den ich finden kann. Interne und externe Festplatten, Speicherkarten, Handys, Smartphones und iPods, Tablets, CDs und DVDs, Speichersticks. Halt alles, auf dem sich theoretisch ein Foto oder Video befinden könnte. Jeder Datenträger erhält in der Exceltabelle einen eindeutigen Namen. Sollten Verwechslungen möglich sein, werden diese (Festplatten, Speicherkarten, ect.) entsprechend beschriftet.

Idealerweise wird jeder Datenträger nur einmal in die Hand genommen und an den Rechner angeschlossen. Neben der oben erwähnten Kennzeichnung sollte die Menge an Bildern und Videos (Gigabyte) und wenn möglich stichwortartig der Inhalt erfasst werden.

Gerade bei Festplatten lohnt sich eine Suche nach allen möglichen Dateiformaten, die Bilder oder Videos enthalten können. Das sind bei mir z. B. jpg, cr2, crw, nef, tif, dng, psd, bmp und bei den Videos avi, mov, mp4, mpg, mpeg. Solche eine Liste pflege ich auch in Excel und erweitere sie, sobald ich über ein weiteres Format stolpere, das ich bisher vergessen hatte.

Wenn man gerade dabei ist seine Wohnung umzugraben, kann man auch gleich noch alle analogen Datenträger (Negative, Dias, Prints, Videocassetten) räumlich zusammentragen: Dias, Negative, Papierbilder, Schmalfilme, Videos. In dem Bereich kommt ja typischerweise nichts mehr hinzu. Da lohnt sich die Arbeit auch dann, wenn man erst in zwei Jahren dazu kommt, diese „Daten“ zu bearbeiten.

Phasen des Workflows

1. Inventur

Los geht es mit einer umfassenden Bestandsaufnahme. Ich lege eine Excel-Tabelle an und führe dort jeden Datenträger auf, den ich finden kann. …hier weiterlesen

2. Platz schaffen

Als Faustregel wird insgesamt der dreifache Platz des späteren Bestandes benötigt. Wer also (ohne Berücksichtigung seiner jetzigen Sicherungskopien) 1 TB Daten hat, braucht noch 2 TB leere Plattenkapazität. …hier weiterlesen

3. Datensicherung installieren

Jeder Datenträger kann ausfallen. Bei optischen eher schleichend, bei Festplatten und SSD oft von einer Sekunde zur anderen. Da ich wirklich alle meine wertvollen Daten an einem einzigen Ort speichere, muss dieser perfekt gesichert werden. …hier weiterlesen

4. Lightroom Import

5. Doppelte löschen

6. Überflüssige Bilder löschen

7. Bilder qualifizieren und katalogisieren

8. Veröffentlichungsdienste einrichten

9. Bildbearbeitung

10. Diasshow und Bücher

Das Highlander-Prinzip – Es kann nur einen geben

Der Kern meines Workflows ist die Entscheidung, jedes Foto nur einmal zu speichern. Das ist bei mir der Ordner Bilder-Lightroom. Noch passen bei mir alle Dateeinen auf eine Festplatte, aber selbst wenn das mal nich mehr der Fall sein sollte (z. B. wenn viele Videos hinzukommen), betrachte ich die Stelle, an der diese „Originale“ liegen hier immer als einen Ort, auch wenn sich der auf zwei oder mehr Festplatten erstreckt.

Fotos katalogisieren

Auswahl

Es gibt drei Optionen: keine – ausgewählt – abgelehnt. Ich benutzte sie nur zur vorübergehenden Markierung. Nach Gebrauch werden alle Fähnchen wieder gelöscht.

Sterne

Man kann 0 bis 5 Sterne vergeben. Jedes Bild mit mindestens einem Stern wird mit dem iPhone/iPad synchronisiert.

Farben

Es gibt sechs Optionen: keine, rot, gelb, grün, blau, lia.

Mit rot kennzeichne ich Bilder, die ich nur eingeschränkt verwenden darf, weil mir nicht alle Nutzungsrechte vorliegen. Mit grün markiere ich Bilder die andere gemacht haben und mir dann zur Verfügung gestellt haben (Freunde).

Sammlungen

Nach jedem neuen Ereignis (Urlaub, Event) wird einen neue Sammlung angelegt. Zeitgleich wird auch ein Stichwortsatz mit den 9 häufigsten Stichwörtern (meist Personen) angelegt. Pro Jahr ein Sammlungssatz erstellt für alle sonstigen Bilder.

Stichwörter

Stichwörter werden pro Bild so viele wie möglich angelegt. Es wird alles beschrieben, was auf dem Bild zu sehen ist. Bei Personen immer Vor- und Nachname. Wenn bekannt, verwende ich den Geburtsnamen.

Metadaten